Märchen&Demenz


Demenz ist mehr als eine Gedächtnisstörung -

sie ist eine tiefe Veränderung des emotionalen Erlebens

 

 

Ein Märchen aus uralten Zeiten, das kommt mir nicht aus dem Sinn.                                  Heinrich Heine

 

 

 



Märchen sind in der Regel bekannt und schaffen dadurch Sicherheit, entgegen den Unsicherheiten, die in der Demenz entstanden sind.

Auch verwenden Märchen eine einfache Sprache und sprechen Alltagsprobleme an.

Somit werden Erzähler und Zuhörer mit den verschiedensten Gefühlen konfrontiert

(wie Sehnsucht, Angst, Neid, Wut, Freude, Liebe)

Da die Gefühlsebene am längsten erhalten bleibt,

lässt sich durch Märchen und Geschichten ein Zugang in die Welt des demenzerkrankten Menschen schaffen.

 

 

 

Beim freien Erzählen werden Gefühle in Sprache, Mimik und Gestik umgesetzt.

Sehr wichtig ist daher die emotionale Einstellung des Erzählers.

Sie sollte sich in der Freude ausdrücken, erzählen zu wollen.

Wenn dieses Gefühl nicht zustande kommt, macht es keinen Sinn zu erzählen.

Gestik, Mimik und der Klang der Stimme verraten den Erzähler.

Entsprechend sind dann auch die Reaktionen..

Der Vorteil des freien Erzählens liegt darin, dass es viel lebendiger und anschaulicher ist

und die Menschen in das Geschehen mit einbezieht.

Dazu bringe ich immer entsprechendes Material, passend zur Geschichte mit, um alle Sinne zu aktivieren.

(z.B. Kräutersäckchen, Klanginstrumente, bei Frau Holle bieten sich Äpfel und Brot an)

 

Ich erlebe beim Märchenerzählen immer ein Aufhorchen, ein Wiedererkennen und ein Aufleben.

 

 

Gerne biete ich daher auch Seminare an:

Vom Grundwissen zum Thema Demenz, über geeignetes Buchmaterial bis hin zum erzählenden Vorlesen, bzw.freiem Erzählen.      

 

Hrsg. eines Themenheftes zur Gestaltung von Seniorenstunden:

Den Apfel erleben

- im Gedicht und Märchen -
mit Ratespass, Sinnesspiel und Wissenswertem

                         

 

 

Der Apfel der Gesundheit   (Märchen aus Spanien)

 

Wie man erzählt, war da vor vielen, sehr vielen Jahren ein Mann und eine Frau, die hatten drei Söhne.

Sie  lebten alle in größter Armut und hatten nur wenige bescheidene Mittel, sich durchzuschlagen. Sie zogen

nur etwas Gewinn aus dem wunderbaren Apfelbaum der Gesundheit, der in ihrem Garten wuchs….